Skoliosebehandlung nach Schroth

Warum erfolgt eine Skoliosebehandlung? Eine Skoliose (griech. skolios = krumm) definiert sich über eine dreidimensionale Anpassung der Wirbelsäule in drei Ebenen, woraus sich, je nach Ausprägung, die vorrangig am Rücken sichtbaren “Berge und Täler” ergeben. Es handelt sich also um eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, wobei die Wirbelkörper dreidimensional verformt sind. Gleichzeitig rotiert die Wirbelsäule um die Längsachse. Dadurch kann die Wirbelsäule nicht mehr durch die eigene Muskelkraft aufgerichtet werden.

Neben traumatischen, orthopädischen und anderen erworbenen Ursachen ist die Entstehung von Skoliosen – vorrangig bei Kindern – weitestgehend unbekannt (Idiopathische Skoliose).

Was ist das Ziel einer Skoliosebehandlung

Das Ziel der Skoliosebehandlung nach Katharina Schroth ist eine aktive Korrektur muskulärer Dysbalancen durch Bewegungsübungen, Haltungen und Lagerungen, die mit der Atmung kombiniert, zu einer Begradigung der Wirbelsäule führen.

Skoliosebehandlung: skoliotische und gesunde Wirbelsäule im VergleichElementarer Bestandteil der Therapie ist dabei das Erlernen von Bewegungsübungen, welche unbedingt auch im täglichen Hausgebrauch Anwendung finden müssen.

Speziell bei Kindern und Jugendlichen mit beginnenden, noch nicht fixierten Skoliosen, ist die sofortige Behandlung nach Schroth unablässig, um das weitere Voranschreiten zu unterbinden.  Und auch um Schmerzen und Bewegungseinschränkungen vorzubeugen und somit eine operative Korrektur der Wirbelsäule zu vermeiden.

Katharina Schroth bei Wikipedia